Vorstellung der neuen Predigtreihe: „Hören auf den Gott, der redet“

Immer wieder wird die Frage gestellt: “Gott hören, wie geht das?“ Ist das überhaupt möglich, Gottes Stimme zu hören, oder ist das ein Privileg, das nur einigen wenigen Personen, der Bibel vorbehalten bleibt?

Einerseits wird gesagt, in Jesus Christus habe Gott zum letzten Mal geredet. Andererseits, sagt Jesus mehrfach in der Offenbarung diesen Satz Offb. 3,22 ELB:

„Wer ein Ohr hat, höre, was der Geist den Gemeinden sagt!“

Auch in den Evangelien begegnen wir der Aufforderung: “Wer Ohren hat, der höre.“

Wer von sich selbst behauptet, er habe Gottes Stimme gehört, der wird auf einigen Widerstand beim Zuhörer stoßen. Schließlich wird ja stets auch ein Beleg oder gar ein Beweis gefordert, dass dies keine bloße Behauptung sei.

Das wir das Reden Gottes wahrnehmen können ist das Eine. Andere davon zu überzeugen, das wir sein Reden gehört haben das Andere.

Vor diesem Problem, sah sich Jesus gestellt als er sagte, Joh. 12,50 ELB:

„Und ich weiß: sein Gebot ist das ewige Leben. Darum: was ich rede, das rede ich so, wie es mir der Vater gesagt hat.“

Wir sind von Jesus in die Nachfolge gerufen und haben die Aufgabe, ihn nachzuahmen. Das meint, seine Lebensart anzunehmen und einzuüben, so dass wir seine Art zu leben vollkommen übernehmen. Das ist ein lebenslanger Lernprozess, mit wechselndem Erfolg. Eine Art Kunst.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass wir nicht diese wichtige Erfahrung machen sollten, die für unseren Lernprozess unabdingbar ist; Gott den Vater reden zu hören. Ich glaube eher, wir brauchen weniger ein geschultes Auge, als vielmehr ein geschultes Ohr dazu. In meiner Predigtreihe „Hören Auf den Gott der redet“ möchte ich dieser Kunst einmal nachgehen.

Jürgen Rothe